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Derby-Sieg des MTV Rosdorf in Northeim, aber Zittern um Torjägerin Neele Diek

Die Freude beim Frauenhandball-Oberligisten MTV Rosdorf über den Derby-Sieg beim Northeimer HC war nicht ganz ungetrübt: Torjägerin Neele Diek knickte um, wurde ins Krankenhaus gebracht – und erste Anzeichen deuteten auf eine schwerere Verletzung hin.

 
Wermutstropfen: Neele Diek hat sich beim Rosdorfer Sieg mutmaßlich schwerer verletzt.
Wermutstropfen: Neele Diek hat sich beim Rosdorfer Sieg mutmaßlich schwerer verletzt. Quelle: Swen Pförtner
 

„Rosdorf war die bessere Mannschaft und hat auch verdient gewonnen“, gab sich NHC-Trainer Carsten Barnkothe als fairer Verlierer. „Wir haben die beste Rosdorfer Spielerin Nuri Moschner nicht in den Griff bekommen.“ Großes Pech hatte Neele Diek: Sie knickte kurz vor Schluss nach einem Sprungwurf um und musste ins Krankenhaus gebracht werden. „Eine Verletzung im Knie“, postete sie postwendend. „Was es ist, ist noch nicht klar.“ Trainer Lennart Pietsch konstatierte: „Es sieht erst einmal nicht gut aus.“  

Die ersten sieben Minuten wurden von Julia Mündemann durch ihre drei Tore mitgeprägt. Sie hatte bereits nach 28 Sekunden den MTV Rosdorf mit 1:0 in Führung gebracht. Anschließend wirkte sie entscheidend mit, als der spätere Sieger mit einem 3:0-Lauf einen 1:2-Rückstand in einen 4:2-Vorsprung umwandelte.

MTV Rosdorf geht nach 15 Minuten mit vier Toren in Front

Dann war das zweite Tor von Diek zum 9:6 (14.) gleichzeitig ihr 160. Saisontreffer. Anschließend sorgte die Torjägerin nach exakt einer Viertelstunde mit dem 11:7 für die erste Vier-Tore-Führung.

Northeim konnte kaum Boden gutmachen. Rosdorf agierte deutlich besser und lag durch die emsige Julia Wedemeier beim 14:9 (24.) erstmals mit fünf Toren in Front. Der 16:10-Halbzeitstand war dann ein komfortables Polster, aber alles andere als ein Ruhekissen. 

MTV Rosdorf kann sich auf Nuri Moschner verlassen

Auch im weiteren Spielverlauf konnte der NHC die gut aufgelegte Nuri Moschner nicht in den Griff bekommen und damit auch den Rosdorfer Zug auch nicht mehr ausbremsen. Über 17:11 (32,), 21:14 (39.), 27:20 (49.) und 30:23 (58.) rollte der MTV-Express unaufhaltsam seinem angepeiltem Ziel entgegen.

„Wir hätten auch mit 15 Toren Unterschied gewinnen können“, sagte Trainer Pietsch, der Nachwuchstalent Yola Stehle besonders hervorhob. „Wir gewinnen am Ende durch eine starke Teamleistung. Die Freude war aber getrübt durch die Verletzung von Neele Diek“, resümierte Maja Meißner. – Tore NHC: Weitemeier (11/9), Starre (7), Freckmann (2), M. Barnkothe, S. Barnkothe , Bethke , Knoke, Wehrmarker (je 1). – Tore MTV: Diek (9), Wedemeier (5), Moschner, Stehle (je 4), Mündemann (3), Keppler, Rentsch (je 2), Seebode (1).

Ferdinand Jacksch

Quelle: Göttinger Tageblatt/Sportbuzzer vom 25.02.2024

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