Erneute Niederlagenserie der heimischen Oberliga-Handballerinnen

Auf die Trainer der Oberliga-Mannschaften wartet viel Arbeit.
Auf die Trainer der Oberliga-Mannschaften wartet viel Arbeit. © imago-images
 

Wieder einmal sind die drei heimischen Vertreter in der Frauenfußball-Oberliga leer ausgegangen: Mit Platzierungen im Tabellenkeller ging es für sie in eine kurze Herbstferien-Pause.Die HSG Plesse-Hardenberg ist mit 2:8 Zählern Elfer in der Tabelle, der MTV Rosdorf mit 2:6 Punkte Zwölfter und der MTV Geismar mit 0:10 Zählern Schlusslicht: So haben sich die heimischen Oberliga-Handballerinnen aus dem tiefen Keller der Liga in die Herbstferien verabschiedet.

SC Germania List – HSG Plesse-Hardenberg 29:21 (15:9). Bis zum 3:3 (10.) hielt das Burgenteam mit, doch dann gaben die Lister Frauen tüchtig Gas und zogen auf 11:4 (22.) davon. Diesem Rückstand liefen die Gäste bis zum Ende immer hinterher. „Eigentlich sind wir gut ins Spiel gestartet, verloren aber dann in der Abwehr schnell die nötige Härte“, bedauerte Anneke Schütze. „Zusätzlich fehlte auch im Angriff der letzte Wille. So verloren wir eben schnell den Anschluss. Letztendlich haben wir dann durch fehlende mentale Stärke verloren.“ In der Abwehr fehlte die Feinabstimmung, sodass List immer wieder über das Kreisläuferspiel zum Torerfolg kommen konnte. „Im Angriff fehlte neben Durchsetzungsvermögen auch die nötige Cleverness“, kritisierte später auch Trainer Lennart Versemann nach der dritten Niederlage im vierten Spiel. – HSG-Tore: Henne (5), Popp (4/3), Hartig, Pfotzer (je 3), Behrends (3/1), Schütze, Seckelmann, Stielow (je 1).

MTV Geismar – HSG Schaumburg Nord 19:26 (8:15). Eigentlich hatte sich der sieglose MTV viel vorgenommen. „Wir haben aber dann die erste Halbzeit total verschlafen und zeigten überhaupt keinen Druck in die Tiefe“, ärgerte sich Torjägerin Ricarda Reinholz: „Außerdem sind uns auch zu viele Fehler unterlaufen. So mussten wir dann dem Rückstand hinterherlaufen. Dabei kam Geismar im zweiten Durchgang mehrfach bis auf zwei Tore heran, letztmals beim 18:20 (45.) durch Amray Habermann. „Am Ende hat dann die Luft gefehlt“, musste Trainer Yunus Boyraz-Schilling tatenlos zusehen. „Wir können in dieser misslichen Situation nur hoffen, dass wir die Verletzten bald wieder an Bord haben.“ Insgesamt fehlten fünf Stammspielerinnen. Dafür mussten drei Aktive aus der „Zweiten“ ran. – MTV-Tore: Reinholz (10/4), Habermann (5), Krüger (2), Knak, Kühn (je 1).

TV Oyten II – MTV Rosdorf 38:16 (15:9). Ratlosigkeit hat sich nach der vierten Niederlage im fünften Spiel breitgemacht. Trainer Sascha Heiligenstadt sprach sogar von „einem rabenschwarzen Tag. Das war vielleicht ein Nackenschlag zur rechten Zeit. Wir sind einfach noch nicht in der Saison angekommen.“ Bis zum 5:5 (15.) durch Shari Kehler lief es noch einigermaßen rund, ehe das Donnerwetter einsetzte, vor dem sich die Rosdorferinnen einfach nicht mehr schützen konnte. „Wir haben vorne einfach die Bälle weggeschmissen und wurden gerade zu Beginn der zweiten Halbzeit dann komplett überrannt“, war Kapitänin Malin Gerke völlig verzweifelt. „Wir müssen einfach an unserer Wurfquote arbeiten und die Leichtigkeit wiederfinden.“ – MTV-Tore: A. Gutenberg (4), M. Gutenberg (4/2), Gerke, Neidthardt, Wedemeier (je 2), Apel, Kehler, Diek (je 1).

Ferdinand Jacksch
 
Quelle: Göttinger Tageblatt/Sportbuzzer vom

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