Nörtemann erzielte 13 Tore beim Rosdorfer 28:23-Sieg

Kaum zu stoppen: Philipp Nörtemann zieht im Derby gegen die TG Münden ab, Klemens Rohdich (l.) und Christian Grambow sind machtlos.
Kaum zu stoppen: Philipp Nörtemann zieht im Derby gegen die TG Münden ab, Klemens Rohdich (l.) und Christian Grambow sind machtlos. © Peter Heller
 

Mit einem 28:23-Sieg hat der MTV Rosdorf das Derby der Handball-Verbandsliga gegen die TG Münden klar für sich entschieden. Herausragender Spieler beim Gastgeber war Philipp Nörtemann, dessen Sperre kurzfristig vom Verbandssportgericht aufgehoben worden war.

Handball-Verbandsligist MTV Rosdorf hat am Freitagabend das Derby gegen die TG Münden mit 28:23 (14:15) gewonnen. Damit bleibt der MTV mit nunmehr 4:4 Punkten zu Hause ungeschlagen.

Damit hatte zu diesem Zeitpunkt kaum noch jemand gerechnet: Am Freitagnachmittag wurde die Sperre von Spielmacher Philipp Nörtemann vom Verbandssportgericht aufgehoben. „Genau um 16.19 Uhr habe ich davon erfahren“, präzisierte MTV-Trainer Erik Hogreve die frohe Botschaft.

Im Spiel legte Torjäger Nörtemann dann so richtig los: Er erzielte 13/4 Treffer – das war die halbe Miete zum Sieg im Derby. Den wollte der gefährliche Rückraumspieler allerdings nicht allein für sich reklamieren, sondern mit dem Team teilen: „Das war eine Mannschaftsleistung, und der Rückhalt aus dem Tor zur entscheidenden Phase war wichtig“, sagte er.

Keeper Niklas Seebode gab das Kompliment gleich zurück: „Ein überragender Philipp Nörtemann hat die Truppe zum Sieg geführt“, unterstrich der Kapitän. „Wir haben den Kampf gegen Münden angenommen. Nach der ersten Halbzeit haben wir die Abwehr stabilisiert und so den Grundstein für den am Ende ungefährdeten Erfolg gelegt. Zusätzlich machte ein sehr starker Jakob Frölich vorne wie hinten den Unterschied aus.“

Das 20-jährige Talent sorgte für die Rahmenbedingungen. Nach 33 Sekunden eröffnete er den Torreigen, erzielte allerdings die einzige MTV-Führung im ersten Durchgang. Dem folgte 13 Sekunden vor dem Abpfiff mit dem 28:23 ein bejubeltes Ende. Torschütze: natürlich Jakob Frölich, der von klein auf in Rosdorf Handball spielt.

Bei aller Freude war längst noch nicht alles Gold, was glänzt: „Ja, es war ein zerfahrenes Spiel auf beiden Seiten“, sagte Trainer Hogreve. Was auch sein Gegenüber Sebastian Flechtner so sah: „Wir haben in der ersten Hälfte fünf, sechs Chancen liegengelassen. Am Ende hat Rosdorf besser gekämpft und den Sieg mehr gewollt.“ Wobei Hogreve noch ergänzte: „Wir haben in der zweiten Halbzeit nur noch acht Gegentore kassiert, das war entscheidend für den Spielausgang.“

Die erste Rosdorfer Führung in Durchgang zwei legte Teune zum 17:16 (34.) hin, in der Folge konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen, jedenfalls nicht bis 21:21 (46.). Dann zündete der MTV den Turbo: „Die Schlussviertelstunde gehörte nur noch uns“, sagte Teammanager Thomas Koch. „Es war einfach richtig geil, einmal wieder vor einer tollen Kulisse zu spielen“ – rund 200 Fans sorgten für ein gut besuchtes Derby.

MTV-Tore: Nörtemann (13/4), Frölich (7), T. Seebode (4), Teune (3), Herthum (1). – TG: Backs (7/6), Hartig (5), Rohdich (3), Imberger, Rusteberg (je 2), Bode,Grambow, Huber, Weinberger (je 1).

Von Ferdinand Jacksch

Quelle: Göttinger Tageblatt/Sportbuzzer vom 09.10.2021

 

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