Yola Stehle, Yakup Bayer und Jan Tydecks vom MTV Rosdorf gehören zu den besten ihrer Jahrgänge (vom 16.06.2021)

Talente des MTV Rosdorf: Jan Tydecks (links), Yakup Beyer und Yola Stehle.
Talente des MTV Rosdorf: Jan Tydecks (links), Yakup Bayer und Yola Stehle. © r
 
 

Sie gehören zu den talentiertesten Nachwuchshandballerinnen und Nachwuchshandballern in Niedersachsen: Yola Stehle, Yakup Bayer und Jan Tydecks vom MTV Rosdorf. Die drei haben den Sprung in den Leistungskader des Handballverbandes Niedersachsen (HVN) geschafft.

 

Im Kader des HVN trainieren und spielen die besten Handballerinnen und Handballer eines Jahrgangs. Um einen der begehrten Plätze im Kader zu ergattern, gilt es, sich gegen zahlreiche Spielerinnen und Spieler aus ganz Niedersachsen durchzusetzen. Yola, Yakup und Jan ist das gelungen. Zunächst haben sie sich in der Regionsauswahl behauptet und anschließend bei Sichtungsturnieren des HVN die Landestrainer auf sich aufmerksam gemacht. Alle drei bekamen einen festen Platz im Leistungskader. Mittlerweile haben die Rosdorfer schon mehrmals an HVN-Lehrgängen teilgenommen, wodurch sie zeitweise trotz der Pandemie die Möglichkeit hatten, in der Halle zu trainieren.

„Ich fühle mich sehr geehrt“

Yakup, der auf der Rückraum-Mitte-Position zu Hause ist, berichtet: „Ich fühle mich sehr geehrt, dass ich es in die Auswahl geschafft habe – und das gleich als fester Spieler im Kader. Allgemein finde ich, dass die Lehrgänge sehr fördernd sind, da ich dort mit gleich guten und gleich alten Spielern zusammenspielen kann.“

Jan, der wie Yakup dem Jahrgang 2006 angehört und auf Rückraum-Links spielt, ergänzt: „Ich sehe das als kleine Belohnung für das viele Training, gerade in Zeiten von Corona, wo es teilweise schwierig war, sich zu motivieren. Da war die HVN-Auswahl mein Ziel, das ich vor Augen hatte. Es ist cool, Spieler zu treffen, die leistungsgleich oder sogar leistungsstärker sind, und mit denen zu trainieren.“

Unterschiede bei Technik und Athletik

Auch Yola, die 2007 geboren ist, betont, dass es sich gut anfühle, im Kader trainieren zu dürfen. „Man verbringt ja auch nicht nur Zeit mit Handball, sondern lernt die anderen Spielerinnen aus ganz Niedersachsen während der Lehrgänge auch richtig kennen“, sagt die MTV-Handballerin. Sie kommt sowohl auf Rückraum-Mitte als auch auf Linksaußen zum Einsatz.

Das Aufeinandertreffen mit Spielerinnen und Spielern von größeren Vereinen, die auch schon höherklassig gespielt haben, hätte mitunter einschüchternd sein können. Doch die Rosdorfer haben sich bei den Lehrgängen nicht versteckt. „Ich bin da zwar mit einem gewissen Respekt rangegangen, habe aber gemerkt, dass die anderen auch nur mit Wasser kochen“, berichtet Jan. In Sachen Technik und Athletik gebe es zwar noch Unterschiede, doch spielerisch könnten er und Jan sich durchsetzen, ergänzt Mitspieler Yakup. Und auch Yola sagt: „Ich denke, dass ich gut mithalten kann.“

Das bestätigt auch Trainerin Malin Gerke, die Yola bei mehreren Lehrgängen begleitet hat. Gerke freut sich, dass ihre Spielerin den Sprung in den HVN-Kader geschafft hat: „Wir haben schon gesehen, dass Yola extremes Potenzial hat, und damit gerechnet, dass sie das schaffen kann. Es ist schön zu sehen, dass wir in unserer Meinung bestätigt werden.“ Ihre Spielerin zeichne sich durch eine gute Athletik, Schnelligkeit und Spielintelligenz aus, unterstreicht die Trainerin. „Yola sieht ihre eigenen Chancen, setzt sich durch, vergisst dabei aber niemals ihre Mitspieler.“

Trainer sind stolz auf ihre Spieler

Auch Arne Schlausch, Trainer von Yakup und Jan, ist stolz auf seine Spieler: „Wir versuchen, den Jungs einiges anzubieten, haben auch in den vergangenen Monaten Online-Training oder Individualtraining in der Halle gemacht. Aber die beiden trainieren sogar darüber hinaus noch. Es ist beeindruckend, mit welchem Ehrgeiz und Engagement sie beiden dabei sind.“ Yakup erkenne stets, welches Tempo gespielt werden müsse, und sei aufgrund seiner Technik besonders im Eins-gegen-eins stark, erklärt Schlausch. Jan sei sehr athletisch, habe eine gute Spielintelligenz und Auffassungsgabe, so der Coach, der seine Schützlinge auch schon bei den Lehrgängen vor Ort unterstützte.

Die Berufung in den HVN-Kader, großes handballerisches Talent und viel Lob von den eigenen Trainern. Doch Yola, Yakup und Jan setzen deshalb nicht zum Höhenflug an, sondern bleiben bescheiden, wenn sie auf ihre Ziele für die Zukunft zu sprechen kommen. Sie wollen sich steigern und im HVN-Kader weiter überzeugen. Vielleicht reicht es dann sogar, um an der DHB-Sichtung teilzunehmen und sich mit Nachwuchshandballerinnen und Nachwuchshandballern aus ganz Deutschland zu messen. Was ihren Schützlingen noch zuzutrauen sei? „Ganz viel, denke ich. Wir tun alles, um sie zu unterstützen“, sagt Trainerin Gerke. Und Trainer Schlausch ergänzt: „Da kann ich mich nur anschließen.“

von Filip Donth 

Quelle: Göttinger Tageblatt vom 16.06.2021

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