MTV Rosdorf überrascht Titelverteidiger Peine


Der MTV Rosdorf lässt aufhorchen. Die Oberliga-Handballerinnen haben Zuschauer und Gegner Vater Jahn Peine zum Saisonauftakt in der eigenen Halle überrascht.

Nuri Moschner erzielte nach der Pause die erste Führung für Rosdorf. Foto: Swen Pförtner

Mit einem nervenaufreibenden Krimi zogen die Oberliga-Handballerinnen des MTV Rosdorf beim dem 29:28 (14:16)-Sieg gegen den Titelverteidiger und Pokalsieger MTV VJ Peine rund 70 begeisterte Fans zum Saisonauftakt 2020/21 in ihren Bann. Matchwinnerin war die neue Mannschaftsführerin Malin Gerke, die 55 Sekunden vor dem Abpfiff den Siegestreffer markierte.

Dabei führte Peine bereits 4:0 (4.) und später gar 12:6 (20.). Schuld daran waren bis dahin „unsere zu passive Abwehr und eine schlechten Chancenverwertung“, brachte Shari Kehler das anfängliche Defizit auf den Punkt. „Nach einem nervösen Beginn haben wir uns aber Schritt für Schritt zurückgekämpft“, befand Mannschaftskollegin Freda Seifert, die das Endresultat schnell ins rechte Licht rücken wollte: „Dank einer überragenden zweiten Halbzeit und einer super Mannschaftsleistung haben wir verdient gewonnen.“

Handball Oberliga Frauen, Saison 2020 / 2021, MTV Rosdorf – MTV VJ Peine, 03.10.2020, Göttingen. Rosdorfs Freda Seifert am Ball. Foto: Swen Pförtner

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„Starkes Stück Arbeit“ nach der Pause

Auch Trainer Sascha Heiligenstadt fiel ein Stein vom Herzen: „Die zweite Halbzeit war schon ein starkes Stück Arbeit, die aber belohnt wurde.“ Nachwuchstalent Nuri Moschner brachte den MTV erstmals mit dem 21:20 (39.) in Front. Und: „Über die starke Torfrau Louisa Schlote und ihr Tempospiel fanden die Rosdorferinnen zurück auf die Siegerstraße. Was auch die Handball-Abteilungsleiterin Inken Seebode entsprechend zu würdigen wusste: „Ein großes Kompliment an dieses Team.“

Als fairer Verlierer verabschiedete sich Peines Trainer Marco Wittneben: „Der Sieg des MTV geht in Ordnung, weil Rosdorf über die gesamte Spielzeit gesehen mehr Power hatte. Wir haben es hingegen nicht geschafft unsere anfängliche Überlegenheit auszuspielen.“

MTV-Tore: Hinrichs (8), A. Gutenberg (6/4), M. Gutenberg (5), Gerke, Wedemeier (je 3), Moschner (2), Kehler, Seifert (je 1)

Hille erzielt entscheidendes Tor

HSG Plesse-Hardenberg – HSG Schaumburg Nord 30:29 (17:14)

Das war eine Zitterpartie in der Schlussphase, als die Gäste in der letzten Minute zum 29:29 ausgeglichen. Doch dann hatte Devi Hille 14 Sekunden vor dem Abpfiff eine glückliche Hand und erzielte für das Burgenteam noch den Siegestreffer. „Wir hatten beim 28:24 (52.) schon mit vier Toren geführt“, gab Mannschaftsführerin Lara Al Najem zu bedenken. Doch dann häuften sich noch einmal die Fehler. „Um so mehr freuen wir uns über den Sieg“, so die Torjägerin Al Najem nach einem Spiel mit „Höhen und Tiefen“, wie Matchwinnerin Devi Hille befand.

HSG Tote: Hille (6), Al Najem (6/1), Rombach (5/2), Hemke, Nepolsky (je 4), Bünker, Herale (je 2), Henne (1)

Geismar lässt sich nicht einschüchtern

TV Hannover-Badenstedt II – MTV Geismar 30:18 (12:7)

Die Gastgeberinnen schickten ihre noch spielfreie Drittliga-Garnitur mit teils erstligaerfahrenen Spielerinnen ins Rennen. Damit stand der Aufsteiger aus der Göttinger Südstadt auf verlorenem Posten und lag nach acht Minuten 0:6 zurück. „Wir haben uns aber nicht einschüchtern lassen und uns dennoch sehr teuer verkauft“, stärkte Trainer Lennart Versemann seinen Spielerinnen den Rücken.

MTV-Tore: Jurkait (5), Hartig (4/3), Schilling (4/1), Popp, Winkelmann (je 2)

Von Ferdinand Jacksch

Quelle: goettinger-tageblatt.de, 04.10.2020

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