HSG Plesse-Hardenberg: Nur 15 gute Minuten reichen nicht für Sieg gegen Northeimer HC

Erneut gab es in der Frauenhandball-Oberliga Niederlagen für die heimischen Vertreter: Während die HSG Plesse-Hardenberg und der MTV Rosdorf Heimpleiten kassierten, musste sich der MTV Geismar auswärts geschlagen geben.

MTV Rosdorf (4:12 Punkte), HSG Plesse-Hardenberg (2:14) und MTV Geismar (0:18): So präsentieren sich die heimischen Oberliga-Handballerinnen nach den nächsten drei ernüchternden Niederlagen – nämlich auf den letzten drei Plätzen der 4. Liga.

HSG Plesse-Hardenberg – Northeimer HC 21:24 (11:12). Mächtig sauer war Lennart Versemann nach der unnötigen Niederlage gegen den Northeimer HC: „Nur 15 Minuten reichen eben nicht, um ein Handballspiel zu gewinnen“, wetterte der HSG-Trainer nach dem Schlusspfiff. Dabei hatte das Burgenteam schon nach zwölf Minuten 7:3 und 60 Sekunden später 8:4 geführt, doch dann schmolz das Polster schneller, als gedacht, dahin. Marie Barnkothe glich zum 11:11 aus. Im Gegenzug vergab Lara Al Najem einen Siebenmeter, und die neunfache Northeimer Torschützin Weitemeier sorgte für die 12:11-Pausenführung, 

„Nach gutem Start haben wir das Spiel aufgrund mangelnder Cleverness und zu vieler individueller Fehler zu einfach aus der Hand gegeben“, ärgerte sich im Nachhinein Beke Hartig, deren acht Treffer allein zu einer Wende nicht reichten. Northeim ließ nach dem Wechsel keinen Rückstand mehr zu und fuhr den dritten Saisonsieg recht souverän ein. „Wir haben in der Deckung kompakter gestanden und einfach unsere 100-prozentigen Chancen genutzt“, gab sich der NHC-Coach Carsten Barnkothe nach dem Abpfiff recht gelassen. Im Gegensatz dazu legte HSG-Trainer Lennart Versemann die Finger noch einmal in die Wunden: „Wir haben keine Einstellung im Spiel gehabt und keinen Kampfgeist gezeigt.“ Dabei warf er seinen Spielerinnen vor, nicht das umgesetzt zu haben, was vorher besprochen wurde. Nur 15 Minuten konnte die HSG überzeugen, agierte dann viel zu ängstlich und produzierte am laufenden Band zu viele einfache Fehler. – HSG-Tore: Hartig (8), Hemke (3), Henne (3/1), Jurkait, Müller, Popp (je 2), Al Najem (1). – Die meisten NHC-Treffer erzielten Weitemeier (9/5) und M. Barnkothe (6).

MTV Rosdorf – HV Lüneburg 27:34 (10:15). Einmal mehr lange Gesichter beim MTV Rosdorf, der wieder eine deutliche Schlappe einstecken musste. „Wir haben wohl einen Fluch über uns sitzen“, war Trainer Sascha Heiligenstadt einmal mehr geknickt. „Dabei war der Einsatz absolut in Ordnung. Die Mannschaft hat sich vom Teamspirit her stark gezeigt.“ Nur: Diese guten Tugenden reichten nicht. „Die Chancenauswertung war mit gefühlt 20 vergebenen Bällen nicht optimal“, fügte Mannschaftsführerin Marvin Gerke an. 4:3 (8.) lag der MTV noch vorn und blieb beim 17:17 (39.) noch dran. Doch dann ging es bergab. „Trotzdem war eine Steigerung in der Mannschaft zu erkennen, im Spielerischen, aber vor allem auch in der Mentalität“, so Gerke. – MTV-Tore: A. Gutenberg (9/4), Diek (6/2), M. Gutenberg (3), Gerke, Kehler (je 2), Keppler, Neidhardt (je 1).

HV Lüneburg – MTV Geismar 35:24 (12:12). Nicht schlecht staunten die Gastgeberinnen, als Geismar überraschend mit 8:3 (10.) führte. Sie nahmen Berit Schwarz in Manndeckung und drehten spätestens nach der Pause das Blatt. „Dagegen haben keine Lösung gefunden haben, und dann hat uns die Kraft gefehlt“, bedauerte MTV-Trainer Yunus Boyraz-Schilling. „Die erste Halbzeit hat uns aber auf jeden Fall Hoffnung für die Zukunft gemacht.“ – MTV-Tore: Rolf (5/4), Knak, Vogelsang (je 4), Krüger (4/1), Kühn, Schwarz (je 3), Spering (1).

Ferdinand Jacksch

Quelle: Göttinger Tageblatt/Sportbuzzer vom 29.11.2021

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