Landesliga-Qualifikation erfolgreich absolviert


Anfang des Jahres kam die Idee auf, dass sich die B-Jugenden der HG Rosdorf-Grone (jetzt MTV Rosdorf) und der HSG Plesse-Hardenberg für die Saison 2020 / 2021 zusammenschließen, um eine schlagkräftige Mannschaft für die Landesliga zu bilden. Nach einigen Gesprächen war ein Konzept für die nächsten drei Spielzeiten ausgearbeitet, dass den Spielern beider Vereine die Möglichkeit bietet, bis zum Eintritt in den Seniorenbereich Handball in ihren Vereinen zu spielen und dies möglichst auf HVN-Ebene.

Die Zusammenführung der Mannschaften sollte kurz nach Saisonende erfolgen. Aufgrund der Covid19-Pandemie konnte die erste gemeinsame Trainingseinheit dann allerdings erst im August erfolgen. Das Trainergespann stand daher vor zwei großen Aufgaben. Erstens musste jeder einzelne möglichst schnell zu seiner alten Form finden und zweitens galt es bis zum Relegationsstart Anfang September beide Mannschaften zu einem Team zusammenzuführen.

Die Jungs gingen mit Eifer an die Sache und so konnte eine Woche vor dem ersten Relegationsspiel im ersten und einzigen Trainingsspiel ein knapper Sieg gegen die B-Jugend des MTV Geismar erzielt werden.

JSG Münden/Volkmarshausen – MTV Rosdorf 16:25 (9:11)

Am Samstag, den 05.09.2020, stand dann die erste Bewährungsprobe auf dem Plan. In Münden galt es die ersten zwei Punkte für die Landesligaqualifikation einzufahren. Beide Mannschaften starteten verhalten in die Partie und so konnte sich lange keiner absetzen. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang es uns dann die erste Zwei-Tore-Führung zu erzielen (8:10).

Für die zweite Halbzeit hatten wir uns vorgenommen, die Fehler des ersten Durchgangs zu minimieren. Aus einer sicher agierenden Abwehr sollte entsprechend der Ball schnell gemacht und so einfache Tore erzielt werden.

Der Start in Halbzeit Zwei gelang deutlich besser und so konnte in der 32. Spielminute der erste Fünf-Tore-Vorsprung (11:16) verzeichnet werden. Die Abwehr agierte nun mehr als Team und auch im Angriff klappte das Zusammenspiel besser. Es wurde der nötige Druck auf die Abwehr erzeugt und im richtigen Moment der Mitspieler in Szene gesetzt. Am Ende konnte ein deutlicher 16:25-Erfolg bejubelt werden.

Der erste Schritt Richtung Landesligaqualifikation war geschafft, allerdings fehlte noch mindestens ein besser zwei Siege für den dritten Platz und damit die Qualifikation für die Landesliga.

MTV: Crazius (TW), Gries, Aschenbach 1, Ackert 3, Bayer 3, Steffens, Kulle 7/3, Kaupert 2, Widdrat 3, F. Albrecht, Kunth 3/1, Betker (TW), L. Albrecht 3

MTV Rosdorf – TuSpo Weende 20:17 (8:9)

Eine Woche später begrüßte das Team um das Trainergespann Till Crazius, Mathias Kaupert, Christian Albrecht und Jan Bergolte die Mannschaft von Weende. Gleich mehrere Premieren konnten verzeichnet werden. So war es das erste Heimspiel der Plesser Jungs in der Rosdorfer Sporthalle. Und auch das Hygienekonzept wurde das erste Mal getestet.

Der Start ins zweite Relegationsspiel ging dann mal so richtig schief. Erst in der achten Spielminute konnten wir das erste Tor erzielen (1:4). Aufgrund einer guten Abwehrarbeit konnte Weende zum Glück nicht mehr Potenzial aus dieser Schwächephase ziehen. Innerhalb von zwei Minuten hatten wir den 4:4-Ausgleich erzielen können. Ein munterer Schlagabtausch bot sich den Zuschauern, wobei wir es immer wieder schafften, den von den Gästen erspielten Vorsprung zu egalisieren.

Auch in der zweiten Halbzeit liefen wir ziemlich lang einem knappen Rückstand hinterher. In der 45. Spielminute gelang uns die erste Führung zu erzielen (16:15), die keine 30 Sekunden später durch die Gäste wieder ausgeglichen wurde. Die Jungs drehten noch einmal auf und so konnte das Gästeteam lediglich noch ein Tor erzielen, wir hingegen weitere vier. Eine zerfahrene Partie, bei der auch die beiden Unparteiischen auf beiden Seiten die eine oder andere Fehlentscheidung trafen, konnten wir in den letzten fünf Minuten für uns entscheiden und damit eine weitere Premiere feiern. Seit langer Zeit konnte man Weende mal wieder besiegen. Ein weiterer wichtiger Schritt Richtung Landesliga.

MTV: Crazius (TW), Gries 1, Tydecks 1, Gorczytza, Aschenbach, Steffens 3, Kulle 8/1, Kaupert 1, Widdrat 3, Schriever 1, F. Albrecht 1, Ackert 1, Betker (TW), L. Albrecht

MTV Rosdorf – MTV Groß Lafferde 20:23 (10:12)

Genau eine Woche später stand das nächste Heimspiel an. Dieses bestritten wir in der Bovender Sporthalle. Somit konnten die Rosdorfer Jungs nun ihre Heimspielpremiere in Bovenden feiern.

Auch in diesem Spiel hatten die Jungs Schwierigkeiten ins Spiel zu kommen. Die Vorgaben der Trainer wurden gerade in der Abwehr leider nur sehr selten umgesetzt und so kamen die Gäste immer wieder zu einfachen Toren. Zwar gelang es, den Abstand zu den Gästen nicht zu groß werden zu lassen, aber ein mühsam erkämpfter Ausgleich wurde leichtfertig wieder aus der Hand gegeben. Zahlreiche vergebene Chancen im Angriff (Pfosten oder Latte bzw. den Torwart angeworfen) verhinderten eine mögliche Führung unsererseits. Beim 10:12 ging es in die Kabinen.

Leider brachte die Kabinenansprache nicht den erwünschten Erfolg und so lief man weiter einem leichten Rückstand hinterher. Beim 20:23 ertönte die Schlusssirene. Mit einem Sieg hätte man die Landesligaqualifikation perfekt machen können. Dieser blieb uns leider verwehrt. Und auch Weende tat uns keinen Gefallen und gewann glücklich mit einem Tor gegen Uslar, denen in der Partie die erlaubte Einzelmanndeckung seitens der Unparteiischen verwehrt wurde. Also schien es am ersten Oktoberwochenende zum Showdown zwischen Rosdorf und Uslar zu kommen. In diesem Spiel musste ein Sieg her.

MTV: Crazius (TW), Gries 2, Aschenbach, Ackert 3, Demir, Widdrat 2, Kaupert 1, Claus, Schriever 1, F. Albrecht 1, Kunth 7, Kulle 3/1, Betker (TW), L. Albrecht

Bereits einen Tag später stand aber fest, dass wir die Landesligaqualifikation geschafft hatten. Was war passiert? Groß Lafferde hatte zwei nicht spielberechtigte Spieler eingesetzt und so wurden uns die Punkte zugesprochen.

HSG Schoningen/Uslar/Wiensen – MTV Rosdorf 23:24 (13:12)

Am Tag der Deutschen Einheit verschlug es uns dann nach Uslar, um dort das letzte Relegationsspiel zu bestreiten. Für beide Mannschaften ging es um nichts mehr. Wir waren qualifiziert und Uslar bereits ausgeschieden.

Die fehlende Anspannung schien unseren Jungs nicht gut zu tun und so verschlief man den Start gehörig. 5:1 nach zehn gespielten Minuten verhieß nichts Gutes. Lange konnte Uslar den Vorsprung aufrechterhalten. Erst kurz vor der Pause gelang uns der 13:12-Anschlusstreffer.

Die Kabinenansprache schien die Jungs etwas wach gerüttelt zu haben und so startete man etwas sicherer in die zweite Halbzeit. Aber auch hier war noch viel Luft nach oben. Hatte man doch mal die Gelegenheit frei aufzuspielen. In der 37. Spielminute hatte man dann einen anfänglichen Vier-Tore-Rückstand (5:1) in einen Vier-Tore-Vorsprung (15:19) gedreht. Diesen konnten wir mühevoll über die Zeit retten und gewannen dank der letzten Parade (direkter Freiwurf) mit 23:24.

MTV: Crazius (TW), Gries, Aschenbach, Ackert, Demir, Kulle 8/2, Kaupert 1, Claus, F. Albrecht, Kunth 5, Widdrat 5, Betker (TW), L. Albrecht 5

Fazit: Die Jungs haben gezeigt, dass sie bereits in kurzer Zeit zu einem Team zusammen gewachsen sind. Nun geht es bis zum Saisonbeginn Anfang November darum, am Feinschliff zu arbeiten.

Jan Bergolte

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