Plesse, Rosdorf, Geismar: Drei Niederlagen und 107 Gegentore

Beke Hartig ist mit acht Treffern beste Torschützin der HSG Plesse-Hardenberg.
Beke Hartig ist mit acht Treffern beste Torschützin der HSG Plesse-Hardenberg. © r
 

107 Gegentore haben die Oberligahandballerinnen des MTV Rosdorf, der HSG Plesse-Hardenberg und des MTV Geismar bei der Fortsetzung ihrer Niederlagenserie im Tabellenkeller der Liga kassiert.

SV Altencelle – HSG Plesse-Hardenberg 29:25 (17:11). Das Burgenteam musste auf seinen erkrankten Trainer Lennart Versemann verzichten, der von der Spielerin Julia Herale vertreten wurde: „Wir waren ideenlos und haben viele Bälle hergegeben“, sagte sie. Dabei fing es für die HSG mit dem 1:0 durch Beke Hartig (3.) noch gut an, doch spätestens nach dem 8:7 (16.) nahm der Tabellenzweite Fahrt auf und zog auf 17:10 (30.) davon. Nach diversen Schwächephasen kämpfte sich die HSG bis auf 22:23 (49.) heran. „Dann aber haben wir wieder zu viele Fehler gemacht, sind teilweise etwas hektisch geworden und mussten am Ende Altencelle wieder davonziehen lassen. Positiv ist, dass unser Kampfgeist hoch war, wir als Team aufgetreten sind und die nächsten Schritte nach vorn gemacht haben“, konstatierte die zu Saisonbeginn gekommene Torjägerin Beke Hartig. – HSG-Tore: Hartig (8/1), Hemke, Popp (je 4), Jurkait (3), Henne (2), Pfotzer, Schütze, Seckelmann, Stielow (je 1).

HSG Heidmark – MTV Rosdorf 42:23 (25:15). Torfrau Louisa Schlote konnte die Pleite einfach nicht fassen: „Leider stehen wir momentan total neben uns und haben die Punkte schlichtweg verschenkt.“ Auch Emily Keppler war völlig verzweifelt: „Es lief einfach nichts so, wie wir es uns gewünscht hätten.“ Hart ins Gericht ging Trainer Sascha Heiligenstadt mit seiner Mannschaft, die mit 1:5 (6.) und wenig später sogar mit 6:15 (16.) hinten lag. „Wir spielen keine Abwehr, und es finden keine Absprachen statt. Im Angriff lassen wir oft jegliche handballspezifische Bewegungen vermissen“, wetterte der Coach, der von einem „Standhandball wie von 1960“ sprach. „Wir zeigen einfach auch keine Emotionen auf dem Feld.“ Trotz des Debakels war Amrei Gutenberg einmal mehr unverzichtbar für das Team. Hingegen musste ihre Schwester Maite diesmal krankheitsbedingt passen. – MTV-Tore: A. Gutenberg (7/1), Diek (4), Neidhardt (3), Apel, Cramer (je 2), Gerke, Kehler, Keppler, Wedemeier (je 1).

TV Oyten II – MTV Geismar 36:18 (17:11). Rund 220 Kilometer ist eine Strecke von Göttingen nach Oyten lang. „In unserem am weitesten entfernten Auswärtsspiel konnten wir nicht mit dem Tempo unserer Gegnerinnen mithalten“, gab Teamsprecherin Lena Kühn nach einem gebrauchten Tag zu Protokoll. „Dabei hätten wir das Spiel enger gestalten können“, beklagte Trainer Yunus Boyraz-Schilling, der die guten Leistungen der Oytener Torhüterinnen hervorhob, die den MTV Geismar schier zur Verzweiflung brachten. Zudem blieb den Gästen aus der Göttinger Südstadt das Verletzungspech treu, und es wurde in Oyten mit Kleber gespielt, was ihnen alles andere als gelegen kam. – MTV-Tore: Habermann (6), Reinholz (6/3), Krüger (3), Stüver (2), Schweiker (1).

Ferdinand Jacksch
 
Quelle: Göttinger Tageblatt/Sportbuzzer vom

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